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12.01.2018 09:11 Alter: 4 days
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Auskunftsanspruch des Entgelttransparenzgesetzes


Ab 06.01.2018 haben Beschäftigte das Recht zu erfahren, ob sie gerecht bezahlt werden: Sie können von ihrem Arbeitgeber Auskunft darüber verlangen, was Kollegen mit vergleichbarer Beschäftigung verdienen. Dafür sorgt das neue Entgelttransparenzgesetz.

Hintergrund: Anlass für das Entgelttransparenzgesetz ist die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Je nach Berechnungsart verdienten Frauen 2016 laut Statistischem Bundesamt im Schnitt 21 % (unbereinigter Gender Pay Gap), beziehungsweise 6 % (bereinigter Pay Gap) weniger als Männer. Dieser Wert ist seit Jahren nahezu unverändert.

Die Bundesregierung führte hierzu u.a. aus:

  • Das Entgelttransparenzgesetz gilt bereits seit dem 06.07.2017. Der darin verankerte Auskunftsanspruch kann ab dem 06.01.2018 gestellt werden.

  • Frauen und Männer in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten erhalten ein individuelles Auskunftsrecht, um ihre Entlohnung mit der von Kollegen beziehungsweise Kolleginnen mit gleicher Tätigkeit vergleichen zu können.

  • Der Auskunftsanspruch bezieht sich aber nicht auf das konkrete Entgelt einzelner Mitarbeiter, sondern auf ein durchschnittliches monatliches Bruttoentgelt von fünf Mitarbeitern des anderen Geschlechts mit gleichen oder vergleichbaren Tätigkeiten.

  • In tarifgebundenen Unternehmen soll der Auskunftsanspruch in der Regel über die Betriebsräte wahrgenommen werden. In Betrieben ohne Betriebsrat und ohne Tarifvertrag können sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer direkt an den Arbeitgeber wenden.

Hinweis:

Weitere Ausführungen finden Sie auf der Homepage der Bundesregierung und auf der Homepage des BMFSFJ.

Quelle: NWB Verlag


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