Steuerberaterverband fordert Fristverlängerung für Steuererklärungen 2019 bis zum 31.05.2021

Die Warnrufe aus der Praxis der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer reißen nicht ab. Als erster Ansprechpartner in der Krise unterstützen die Kanzleien ihre in Zeiten der Corona-Pandemie mitunter wirtschaftlich stark beeinträchtigten Mandanten fortwährend. Sie sichern damit aktiv Arbeitsplätze und geben vielen Familien finanzielle Sicherheit. Der zusätzlich zum Tagesgeschäft zu bewältigende Arbeitsanfall bringt kleine und mittlere Kanzleien dabei jedoch an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Beratungen zu steuerlichen Soforthilfen, zu den Kreditprogrammen oder die Ermittlung des Kurzarbeitergelds forderten den Berufsstand bereits zu Beginn der Corona-Krise massiv. Hinzu kamen zahlreiche Mandantengespräche aufgrund der temporären Absenkung der Mehrwertsteuersätze. Und nach wie vor ist der Berufsstand stark beansprucht, sei es bei betriebswirtschaftlichen Krisenberatungen, Beratungen zu den steuerlichen Liquiditätshilfen oder der notwendigen Unterstützung zur Beantragung der Überbrückungshilfen I und II. Diese Fülle an Zusatzaufgaben führt dazu, dass die Berufsangehörigen gezwungen sind, ihr übliches Tagesgeschäft zurückzustellen. In diesem Zuge bleiben u. a. die Vorbereitungen zur Erstellung der Steuererklärungen für das Veranlagungsjahr 2019 zwangsweise auf der Strecke.

Der Steuerberaterverband Thüringen hat mit einem Schreiben an Finanzministerin Heike Taubert die Nöte der Angehörigen der steuerberatenden Berufe adressiert und vorausschauend eine Verlängerung der Steuererklärungsfrist 2019 über Februar 2021 hinaus bis zum 31.05.2021 gefordert. Damit wäre eine Planungssicherheit für den Berufsstand und für die Finanzverwaltung gegeben.

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