PV-Anlagenbetreiber brauchen einen Steuerberater

Photovoltaikanlagen standen thematisch im Mittelpunkt der zweiten Beratung des Arbeitskreises Unternehmensnachfolge in diesem Jahr, ein Arbeitskreis der Notare und Steuerberater vernetzt.

Bei Grundstücksübertragungen ist im Einzelfall zu entscheiden, ob installierte PV-Anlagen wesentlicher Bestandteil, Scheinbestandteil oder Zubehör sind. Interessant sind auch Fälle, in denen Dach- oder Grundstücksflächen zur Stromerzeugung an Dritte vermietet/verpachtet/überlassen werden. Notar Alexander Beck erläuterte die zivilrechtlichen Besonderheiten als Impuls für den Erfahrungsaustausch.

In steuerlicher Hinsicht ist die Einordnung als Unternehmer relevant, die Vorsteuererstattung spielt eine zentrale Rolle. Was bewirkt die Kleinunternehmerregelung und ist sie jederzeit widerruflich? Was haben Freiberufler zu beachten? Wie ist der Eigenverbrauch zu besteuern? Begriffe wie Fußstapfen- oder Abfärbetheorie machen deutlich, dass die Rechtsfolgen höchst unterschiedlich ausfallen können. Hohe Steuernachzahlungen haben schon dem einen oder anderen Anlagenbetreiber die Amortisation gekostet. Steuerberater Wolfgang Schäfer hat viele Mandanten mit ganz unterschiedlichen Fallkonstellationen beraten. Als Experte im Arbeitskreis informierte er zur steuerlichen Rechtslage und der Ansicht der Finanzverwaltung.

Betreiber von PV-Anlagen sollten in jedem Fall steuerrechtlichen Rat suchen und im Falle von Grundstückübertragungen die Notare auf installierte Anlagen proaktiv aufmerksam machen. Nur dann können die gewollten Gestaltungen auch entsprechend vorgenommen werden.

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