BMF: Nur einen Monat Fristverlängerung für Steuererklärungen 2019

Wie das Bundesfinanzministerium auf seinem Twitter-Kanal mitteilt, wird lediglich eine Fristverlängerung bis 31.03.2021 für die Steuererklärungen 2019 gewährt. Der Deutsche Steuerberaterverband (DStV e.V.) sowie die Steuerberaterverbände und -kammern hatten mindestens eine Verlängerung bis 31.05.2021 gefordert, um in den Kanzleien den zusätzlichen Arbeitsanfall u. a. durch die Corona-Hilfsprogramme und das KUG  ansatzweise abzufedern.

Die Präsidentin des Steuerberaterverbandes Thüringen, Steuerberaterin Andrea Recknagel, hatte sich im Vorfeld an Finanzministerin Heike Taubert und Ministerpräsident Bodo Ramelow gewandt und um Entlastung des Berufsstands gebeten.

"Wenn das die Wertschätzung für die zusätzlich übernommenen Aufgaben der Steuerberaterinnen und Steuerberater als Compliance-Instanz zur Bewilligung von Förderanträgen aus der Überbrückungshilfe I und II, bald auch der Überbrückungshilfe III sowie der Novemberhilfe und Neustarthilfe sein soll, bin ich tief enttäuscht. Das Entgegenkommen der Verwaltung und die Belastung der Kolleginnen und Kollegen sollten in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Das ist mit einem Monat Fristverlängerung nicht zu erkennen. Noch haben die Verwaltung und der Gesetzgeber Zeit, für Abhilfe zu sorgen und für die Berufsangehörigen vorherzusehende Interessenkonflikte zu vermeiden", so die Präsidentin.

Zu der ebenfalls geforderten Fristverlängerung für Offenlegungen der Jahresabschlüsse für kleine und mittlere Kapitalgesellschaften auf den 31.05.2021 machte das Bundesfinanzministerium keine Angaben.

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